Verarbeitung, Herkunft & Besonderheiten
Die Figur des Hl. Josephat Kunzewitsch wird im Grödnertal vollständig in Handarbeit gefertigt – einer Region, deren Holzschnitztradition bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Die verwendete Linde ermöglicht durch ihre feine Struktur eine präzise Ausarbeitung selbst kleinster Details. Nach der sorgfältigen Holzauswahl wird die Grundform im Rohschnitt herausgearbeitet, bevor im Feinschnitt charakteristische Merkmale wie Bart, Gesichtskonturen, Gewandfalten sowie die filigranen Attribute – Buch, Schwert und Märtyrerpalme – exakt modelliert werden. Anschließend wird die Figur glatt geschliffen und für die Endveredelung vorbereitet.
Je nach gewähltem Finish entstehen ganz unterschiedliche Ausdrucksformen: Naturbelassene und gebeizte Varianten betonen die reine Holzmaserung und die Klarheit des Schnitzbildes. Mehrfarbig gebeizte Fassungen schaffen dezente Tonabstufungen, die die Reliefstruktur unterstreichen. Farbig handbemalte Figuren werden Schicht für Schicht mit Ölfarben gestaltet und erhalten warme, lebendige Kontraste. Varianten mit Echtgold oder Echtgold antik entstehen durch eine traditionelle Gesso-Untergrundtechnik, auf die Blattgold von Hand aufgetragen wird. Die antike Goldfassung zeichnet sich durch eine charakteristische Struktur aus, die dem Motiv eine edle, klassisch anmutende Tiefe verleiht. Jede fertige Figur wird einzeln geprüft und kann je nach Serie ein Val-Gardena-Qualitätssiegel tragen.
Durch die Verbindung aus traditioneller Handarbeit, hochwertigem Material und fein abgestimmten Finishes entsteht ein Kunstwerk von hoher ästhetischer und spiritueller Wirkung. Die markanten Attribute – Buch, Schwert und Märtyrerpalme – machen diese Darstellung besonders erzählerisch und zu einem wertvollen Stück für Andachtsräume, Sammlungen und anspruchsvolle Wohnbereiche.