VERARBEITUNG, HERKUNFT & BESONDERHEITEN
Die Figur des Hl. Agrippinus von Neapel wird vollständig in traditioneller Handarbeit im Grödnertal in Südtirol gefertigt – einer Region, die seit Jahrhunderten für ihre sakrale Holzschnitzkunst bekannt ist. Das verwendete Holz, überwiegend Linde, wird aufgrund seiner feinen Struktur ausgewählt, die präzise Details wie Gewandfalten, Gesichtszüge und ornamentale Elemente besonders klar hervorbringt. Bei größeren Figuren sorgen sorgfältig verleimte Holzblöcke für Formstabilität und minimieren natürliche Spannung im Material.
Der Herstellungsprozess umfasst mehrere kunsthandwerkliche Schritte: Nach dem Zuschnitt erfolgt der Rohschnitt, in dem die Grundformen entstehen. Im Feinschnitt werden die charakteristischen Merkmale der Figur ausgearbeitet – der plastische Faltenwurf, die markante Mitra, der fein geschnitzte Bart sowie die symbolträchtige Handhaltung mit Buch und Bischofsstab. Anschließend wird die Oberfläche geglättet und je nach Ausführung für Beizung oder Bemalung vorbereitet. Die farbig gestalteten Versionen werden mit hochwertigen Ölfarben und goldenen Akzenten bemalt, wodurch die liturgischen Elemente besonders betont werden.
Je nach Serie kann die Figur das Val-Gardena-Qualitätssiegel tragen, das die traditionelle, regionale Fertigung bestätigt. Abschließend wird jede Skulptur einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen, um sicherzustellen, dass die handwerkliche Präzision, die Ausdruckskraft und die Oberflächenwirkung den hohen Anforderungen der Grödner Schnitztradition entsprechen. Dadurch eignet sich die Figur sowohl für private Andachtsbereiche als auch für kirchliche Einrichtungen und bleibt über viele Jahre hinweg ein ausdrucksstarkes religiöses Kunstwerk.