Verarbeitung, Herkunft & Besonderheiten
Die Figur des Hl. Eduard des Bekenners wird in den traditionsreichen Werkstätten des Grödnertals gefertigt, wo die Holzschnitzkunst seit Jahrhunderten gepflegt wird. Jedes Stück beginnt mit der Auswahl erstklassigen Holzes – meist Linde, die wegen ihrer feinen Maserung und guten Schnitzbarkeit bevorzugt wird. Nach dem Zuschnitt erfolgt eine schonende Trocknung, um Spannungen im Material zu minimieren und eine stabile Grundlage für die weitere Ausarbeitung zu schaffen.
Der Rohschnitt legt die Proportionen und die charakteristische Haltung des Heiligen fest: die ruhig geführten Insignien, der Blick nach vorn, die Schlange zu seinen Füßen. Im anschließenden Feinschnitt werden alle Details herausgearbeitet, darunter die filigrane Krone, die Rüstungselemente und die feinen Linien des Mantels. Dieser Schritt ist reine Handarbeit und erfordert viel Erfahrung, da der Ausdruck der Figur maßgeblich von diesen präzisen Schnitten abhängt.
Das Schleifen glättet die Oberfläche und bereitet sie für das farbige Finish vor. Die Bemalung erfolgt in mehreren Schichten mit traditionellen Ölfarben, die sanfte Übergänge und plastische Tiefe ermöglichen. Goldfarbene Akzente betonen Mantelsäume, Zepter, Krone und symbolische Elemente, ohne dass Echtvergoldung verwendet wird. Eine abschließende Schutzversiegelung sorgt dafür, dass die Farben lange erhalten bleiben und die Figur ihren harmonischen Glanz behält.
Jedes Exemplar ist ein handgefertigtes Unikat: Die Maserung des Holzes, kleine Unterschiede im Pinselauftrag und minimale Variationen in Details unterstreichen den individuellen Charakter. Je nach Serie kann die Figur das Val-Gardena-Qualitätssiegel tragen, das ihre Herkunft aus den authentischen Schnitzwerkstätten Südtirols bestätigt.