Im Herbst erklingen vielerorts Jagdhörner zur Hubertusmesse. Der heilige Hubertus ist der bekannteste Patron der Jäger.
Wer war Hubertus von Lüttich?
Hubertus lebte um 700 in der heutigen belgisch-französischen Region. Nach der Überlieferung war er Hofbeamter, wurde Schüler des Bischofs Lambert von Maastricht und später dessen Nachfolger als Bischof, mit Sitz in Lüttich. Er missionierte in den Ardennen und starb am 30. Mai 727. Am 3. November 743 wurden seine Gebeine erhoben, daran erinnert der Gedenktag.
Legende und Überlieferung
Die bekannte Legende erzählt: Hubertus sei am Karfreitag zur Jagd geritten und habe einen Hirsch gesehen, der zwischen dem Geweih ein leuchtendes Kreuz trug. Eine Stimme habe ihn ermahnt, sein Leben zu ändern. Diese Geschichte erscheint auch beim Heiligen Eustachius und wurde erst viele Jahrhunderte später Hubertus zugeschrieben. Sie ist eine Legende.
Gedenktag
Der Gedenktag ist der 3. November (3. November (Erhebung der Gebeine 743) im deutschen Sprachgebiet; Todestag 30. Mai). Je nach Region und Konfession können Kalender abweichen.
Patron von
- Jäger und Förster
- Schützen und Naturfreunde
- nach Tradition: Schutz vor Tollwut
„Patron“ bedeutet: Menschen rufen diesen Heiligen als Fürsprecher bei Gott an. Garantien oder Wunderversprechen lassen sich daraus nicht ableiten.
Attribute und Darstellung
Hubertus wird als Bischof oder als Jäger zu Pferd mit Hirsch und Kreuz im Geweih dargestellt.
Ein kurzes Gebet
Heiliger Hubertus, lehre uns, die Natur zu achten und ihr mit Ehrfurcht zu begegnen. Bitte für alle, die Verantwortung für Wald und Tiere tragen. Amen.
Schlichte, eigene Formulierung zum Mitbeten.
Brauchtum
Rund um den 3. November laden Jagdgemeinschaften zur Hubertusmesse ein, oft mit Parforcehörnern und Segnung der Jagdhunde. Hubertusjagden gehören im Reitsport zum Jahresabschluss.
Der Hubertusschlüssel wurde früher als Mittel gegen Tollwut verehrt. Auch der Likör „Hubertus“ erinnert an ihn.
Heute
Heute wird Hubertus weniger als Schutzherr der Jagd, sondern oft auch als Patron eines respektvollen Umgangs mit der Schöpfung verstanden. Die Hubertusmesse erinnert Jäger daran, dass ihr Handwerk Verantwortung bedeutet: für den Wald, für Hege und für das einzelne Tier. Wer Hubertus oder Huberta heißt, feiert am 3. November Namenstag. Die Legende vom Hirsch wird auch in vielen Gemeinden Kindern erzählt, als Geschichte über Umkehr und Ehrfurcht.
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Häufige Fragen
Wann ist Hubertustag?
Im deutschen Sprachgebiet am 3. November. Der Todestag ist der 30. Mai.
Warum ist Hubertus Patron der Jäger?
Wegen der Hirsch-Legende, in der ihn ein Hirsch mit Kreuz im Geweih zur Umkehr bewegt.
Was ist eine Hubertusmesse?
Ein Gottesdienst, bei dem Jagdhornbläser musizieren und für Wald und Wild gedankt wird.