Nikolaustag: Bräuche und kleine Geschenke mit Sinn

Gefüllte Stiefel mit Nüssen, Mandarinen und Lebkuchen vor einer Holztür am Nikolausabend

Kurz gesagt: Der heilige Nikolaus war im 4. Jahrhundert Bischof von Myra in der heutigen Türkei. Sein Gedenktag ist der 6. Dezember. Über sein Leben wissen wir wenig Gesichertes, aber viele Legenden erzählen von seiner Hilfe für Arme und Kinder. Daraus entstand der Brauch, am Nikolaustag kleine Geschenke zu verteilen, zum Beispiel in den geputzten Stiefel.

Wer der heilige Nikolaus von Myra war, welche Patronate er hat und ein kurzes Gebet findest du im Heiligen-Lexikon: Heiliger Nikolaus von Myra. In diesem Beitrag geht es um den Nikolaustag in der Familie und um kleine Geschenke.

Nikolaus ist einer der beliebtesten Heiligen überhaupt. Kinder kennen ihn mit Mitra, Bischofsstab und rotem Mantel, Erwachsene als Namenspatron und Schutzpatron vieler Berufe. Dieser Artikel erzählt, was wir über ihn wissen, was Legende ist und wie du den Nikolaustag mit kleinen, sinnvollen Geschenken feiern kannst.

Wer war der heilige Nikolaus?

Nikolaus lebte im 4. Jahrhundert und war Bischof von Myra, einer Stadt an der Südküste Kleinasiens. Quellen aus seiner Zeit sind rar. Die meisten Geschichten sind erst später aufgeschrieben worden. Historisch gilt als sicher, dass es einen Bischof dieses Namens gab und dass er schon früh verehrt wurde. Sein Todestag wird am 6. Dezember begangen, der Überlieferung nach um das Jahr 343. Seine Gebeine liegen der Tradition nach in Bari in Süditalien, wohin sie im Jahr 1087 gebracht worden sein sollen.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Geschichte und Legende. Die folgenden Erzählungen sind Legenden. Sie sagen weniger darüber, was passiert ist, als darüber, wofür Nikolaus stand.

Die bekanntesten Legenden

Die drei Töchter

Ein verarmter Vater konnte seine drei Töchter nicht verheiraten, weil das Geld für die Mitgift fehlte. Nikolaus warf nachts heimlich Goldstücke durch das Fenster, einmal für jede Tochter. Davon stammt der Gedanke des heimlichen Schenkens, und auch die Goldkugeln, die man bei Nikolausdarstellungen sieht.

Die Rettung der Seeleute

Nach einer anderen Erzählung rettete Nikolaus Seeleute aus einem Sturm. Deshalb gilt er als Patron der Schiffer, Reisenden und Kaufleute.

Das Getreide für die Hungernden

In einer Hungersnot soll er einen Teil der Getreideladung eines Schiffes für die Menschen von Myra erbeten haben. Die Legende endet damit, dass der Schiffsladung am Ende nichts fehlte. Auch sie zeigt: Nikolaus steht für Teilen und Fürsorge.

Wofür ist Nikolaus Patron?

Nikolaus ist Patron vieler Gruppen: Kinder, Schüler, Seeleute, Händler und Bäcker, in manchen Regionen auch der Armen. Er ist zudem Namenspatron für Nikolaus, Klaus, Niklas und Nicole. Wer an diesem Tag Namenstag hat, kann den Anlass gleich mitfeiern.

Bräuche am Nikolaustag

  • Der Stiefel: Am Abend des 5. Dezember stellen Kinder einen sauberen Stiefel vor die Tür. Am Morgen ist er gefüllt.
  • Der Nikolausbesuch: In manchen Familien oder Pfarreien besucht ein als Bischof verkleideter Nikolaus die Kinder, oft mit einem Buch, in dem Lob und Mahnung stehen.
  • Nüsse, Mandarinen, Lebkuchen: Der klassische Inhalt des Stiefels, früher waren Früchte im Winter ein Luxus.
  • Die Nikolausfeier der Gemeinde: Viele Pfarreien feiern ihn mit einem Wortgottesdienst und kleinen Geschenken für Kinder.

Der Nikolaus ist nicht der Weihnachtsmann. Der Weihnachtsmann ist eine spätere Figur, die im 19. Jahrhundert in den USA aus dem niederländischen „Sinterklaas" entstand. Nikolaus dagegen ist ein Heiliger mit festem Gedenktag.

Kleine Geschenke zum Nikolaustag

Zum Nikolaus soll nicht viel geschenkt werden, nur Kleinigkeiten. Wer dazu etwas mit Bedeutung wählen mag, findet bei uns einige Ideen. Die folgenden Stücke passen gut zum Anlass, weil sie klein sind und im Stiefel oder in einer Tüte Platz haben:

Für Kinder

Für Erwachsene und Namenstagskinder

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Nikolaus in der Gemeinde und in der Gruppe

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Ein Gedanke zum Schluss

Wer Nikolaus ernst nimmt, verschenkt nicht nur Süßes, sondern hilft jemandem, der es braucht. Eine kleine Spende, ein Besuch bei einer älteren Nachbarin oder ein Päckchen für eine Tafel passt zu ihm besser als jede Schokolade. Das Geschenk im Stiefel ist dann nur noch das Zeichen dafür.

Häufige Fragen

Wann ist Nikolaustag?

Am 6. Dezember. 2026 fällt er auf einen Sonntag, den zweiten Advent. Der Stiefel wird am Abend davor, dem 5. Dezember, vor die Tür gestellt.

Was ist der Unterschied zwischen Nikolaus und Weihnachtsmann?

Nikolaus war ein Bischof und ist ein Heiliger mit eigenem Gedenktag. Der Weihnachtsmann ist eine Figur der Neuzeit, die sich aus dem niederländischen „Sinterklaas" entwickelte und hauptsächlich mit Weihnachten verbunden ist.

Warum steckt man Nüsse und Mandarinen in den Stiefel?

Das sind klassische Wintergaben aus einer Zeit, in der frische Früchte selten waren. Auch Lebkuchen und Schokolade gehören heute dazu.

Was kann ich zum Nikolaus verschenken, das nicht aus Zucker ist?

Kleine Anhänger, Magnete oder ein Schlüsselanhänger. Sie bleiben länger als eine Süßigkeit und erinnern an das Fest.

Ist Nikolaus ein historischer Heiliger?

Ja, es gab einen Bischof Nikolaus von Myra, aber viele Geschichten über ihn sind Legenden aus späterer Zeit. Sicheres weiß man nur wenig.

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