Kleine runde oder ovale Medaillen mit Heiligenbildern tragen viele Menschen an der Kette, am Schlüsselbund oder im Auto. Doch was bedeuten die Bilder und Buchstaben darauf? In diesem Beitrag stellen wir dir die drei bekanntesten christlichen Medaillen vor: die Benediktusmedaille, die Wundertätige Medaille und die Christophorus-Medaille. Dazu erfährst du, was eine Medaille von einem Glücksbringer unterscheidet.
Was ist eine christliche Medaille?
Eine christliche Medaille ist ein kleines Metallstück mit einem religiösen Motiv: Christus, Maria, ein Heiliger oder ein Kreuz, oft mit einer Inschrift. Gesegnete Medaillen zählen in der katholischen Kirche zu den Sakramentalien. Das sind Zeichen, die an Gottes Nähe erinnern und das Gebet begleiten.
Eine Medaille wirkt nicht aus sich heraus und ist kein Talisman. Sie ist ein Bekenntnis, das man bei sich trägt, und eine stille Erinnerung, sich Gott anzuvertrauen. Wer sie trägt, bittet zugleich den abgebildeten Heiligen um seine Fürsprache.
Die Benediktusmedaille
Die Benediktusmedaille geht auf den heiligen Benedikt von Nursia zurück, den Vater des abendländischen Mönchtums. Ihre heute verbreitete Form wurde 1880 zum 1400. Geburtsjubiläum des Heiligen in Montecassino geprägt.
Die Vorderseite
Sie zeigt Benedikt mit einem Kreuz in der rechten und seiner Ordensregel in der linken Hand. Neben ihm stehen oft ein Becher, aus dem eine Schlange kriecht, und ein Rabe mit einem Brot. Beides erinnert an Legenden, nach denen Benedikt einem Giftanschlag entging. Die Umschrift lautet sinngemäß: „Möge uns in unserer Todesstunde seine Gegenwart stärken.“
Die Rückseite
Auf der Rückseite steht ein Kreuz mit Anfangsbuchstaben lateinischer Gebetsworte. Auf dem Kreuz stehen C S S M L und N D S M D: „Crux sacra sit mihi lux, non draco sit mihi dux“, das heilige Kreuz sei mein Licht, nicht der Drache sei mein Führer. Am Rand stehen V R S N S M V S M Q L I V B, eine kurze Absage an das Böse. Oben steht meist das Wort PAX, Frieden, der Wahlspruch der Benediktiner.
Viele tragen die Benediktusmedaille als Anhänger oder haben sie als Plakette im Auto. Bei uns gibt es sie zum Beispiel als Benediktus-Plakette mit Magnet, als Schlüsselanhänger aus Gold und Emaille oder an der Kreuzkette mit Benediktus-Medaille. Mehr über den Heiligen liest du im Heiligen-Lexikon: Benedikt von Nursia.
Die Wundertätige Medaille
Die Wundertätige Medaille ist eine der am meisten verbreiteten Marienmedaillen der Welt. Sie geht auf die Ordensschwester Katharina Labouré zurück, die 1830 in Paris von Erscheinungen der Gottesmutter berichtete. Ab 1832 wurde die Medaille geprägt. Ihren Namen bekam sie, weil sich bald Berichte über Gebetserhörungen verbreiteten.
Die Vorderseite
Maria steht auf der Weltkugel, aus ihren geöffneten Händen gehen Strahlen hervor. Die Umschrift lautet: „O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen.“
Die Rückseite
Sie zeigt ein M mit einem Kreuz darüber, darunter zwei Herzen: das Herz Jesu mit der Dornenkrone und das Herz Marias, durchbohrt von einem Schwert. Zwölf Sterne umgeben das Bild.
Die Wundertätige Medaille wird gern zur Taufe, zur Erstkommunion oder Kranken geschenkt. Bei uns findest du sie unter anderem an der Marienkette in Blau und Silber, als Schlüsselanhänger und am Rosenkranz aus hellem Holz. Die ganze Geschichte erzählen wir im Heiligen-Lexikon: Wundertätige Medaille.
Die Christophorus-Medaille
Der heilige Christophorus ist der Patron der Reisenden. Auf seiner Medaille trägt er das Jesuskind auf der Schulter durch einen Fluss, oft mit einem Stab in der Hand. Manche Medaillen tragen zusätzlich Worte wie „Gute Fahrt“ oder „Komm gut heim“.
Als Plakette mit Magnet gehört die Christophorus-Medaille seit Jahrzehnten ins Auto. Man kann sie aber auch an der Kette tragen. Beispiele sind die Christophorus-Plakette im Antik-Look und die Christophorus-Medaille aus Edelstahl mit Kette. Welche Variante sich für wen eignet, zeigt unser Ratgeber Christophorus auf Reisen und auf dem Jakobsweg.
Medaille, Plakette oder Anhänger?
- Medaille an der Kette: wird am Körper getragen, ein sehr persönliches Zeichen.
- Plakette: eine Medaille mit Magnet oder Klebestreifen, für Auto, Kühlschrank oder Werkzeugkasten.
- Schlüsselanhänger: immer dabei, ohne dass man ihn trägt.
- Am Rosenkranz: Viele Rosenkränze haben eine Medaille als Mittelstück.
Gesegnete Medaillen bei LUNEXUS
Nach katholischem Verständnis wird eine Medaille durch die Segnung zum Sakramentale. Viele, aber nicht alle unserer Medaillen und Plaketten werden in unserem eigenen Lager von einem katholischen Geistlichen gesegnet. Beigelegt ist dann eine Zertifikatskarte im Visitenkartenformat mit dem Datum der Segnung. Ob ein Artikel gesegnet ist, steht in seinem Titel oder seiner Beschreibung. Alle gesegneten Stücke findest du in der Kollektion Gesegnete Artikel, Plaketten in Magnete und Plaketten.
Wie trägt man eine Medaille?
Eine Medaille wird meist an einer Kette um den Hals getragen, oft unter der Kleidung. Manche tragen sie zusammen mit einem Kreuz an derselben Kette. Wer keinen Schmuck mag, hängt sie an den Schlüsselbund, legt sie ins Portemonnaie oder befestigt sie als Plakette im Auto. Wichtig ist nicht der Ort, sondern dass die Medaille im Alltag an das Gebet erinnert, etwa beim Anlegen am Morgen.
Häufige Fragen
Was bedeuten die Buchstaben auf der Benediktusmedaille?
Es sind Anfangsbuchstaben lateinischer Gebetsworte. C S S M L und N D S M D stehen für „Crux sacra sit mihi lux, non draco sit mihi dux“: Das heilige Kreuz sei mein Licht, nicht der Drache sei mein Führer.
Warum heißt die Wundertätige Medaille so?
Kurz nach ihrer ersten Prägung 1832 verbreiteten sich Berichte über Gebetserhörungen, besonders während einer Choleraepidemie in Paris. Daraus entstand der Name. Eine Garantie für Wunder ist damit nicht verbunden.
Darf man eine Medaille als Nicht-Katholik tragen?
Ja. Eine Medaille ist ein Zeichen des Glaubens und kann von jedem getragen werden, der damit Vertrauen auf Gott ausdrücken möchte.
Ist eine Medaille ein Glücksbringer?
Nein. Eine christliche Medaille ist kein Amulett. Sie erinnert an Gott und an die Fürsprache der Heiligen und begleitet das Gebet.
Geschrieben von Denis & Belinda. Wir führen LUNEXUS und beantworten deine Fragen gern persönlich unter 030 2178 2502 oder hallo@lunexus.world.
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