Kurz gesagt: Der Advent ist die Vorbereitungszeit auf Weihnachten. Er beginnt am vierten Sonntag vor dem 25. Dezember, 2026 ist das der 29. November, und dauert bis zum 24. Dezember. Das Wort kommt vom lateinischen „adventus", „Ankunft". Typisch sind der Adventskranz mit vier Kerzen, Barbarazweige, der Adventskalender und die Nikolausfeier am 6. Dezember.
Viele von uns kennen den Advent vor allem als Stress aus Terminen und Einkäufen. Eigentlich ist er gedacht als ruhige Zeit: Man wartet, wird still und bereitet sich darauf vor, dass Gott in Jesus Mensch wird. Dieser Artikel erklärt, woher die Bräuche kommen, was sie bedeuten und wie du sie im Alltag leben kannst.
Was bedeutet Advent?
„Advent" heißt „Ankunft". In der Kirche wartet man auf zwei Ankünfte: auf die Geburt Jesu in Bethlehem, an die Weihnachten erinnert, und auf seine Wiederkehr am Ende der Zeiten. Der Advent eröffnet das Kirchenjahr. Die liturgische Farbe ist Violett, die Farbe der Besinnung und Umkehr. Früher war die Adventszeit eine Fastenzeit, heute ist daraus vor allem eine Zeit des Innehaltens geworden.
Wann ist Advent 2026?
Der erste Advent fällt 2026 auf den 29. November. Dann folgen der 2. Advent am 6. Dezember, der 3. Advent am 13. Dezember und der 4. Advent am 20. Dezember. Heiligabend ist am Donnerstag, dem 24. Dezember. Der vierte Advent liegt damit gleich vier Tage vor dem Fest.
Der Adventskranz: Herkunft und Bedeutung
Der Adventskranz ist ein junger Brauch. Er geht auf den evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern zurück, der 1839 in Hamburg mit Kindern im „Rauhen Haus" lebte. Der Überlieferung nach stellte er ein Wagenrad mit Kerzen auf, damit die Kinder die Tage bis Weihnachten zählen konnten. Später kam der Tannenzweig dazu.
Die Symbolik ist einfach und schön:
- Der Kreis hat keinen Anfang und kein Ende und steht für Gottes Treue.
- Das Immergrün steht für Hoffnung und Leben mitten im Winter.
- Die vier Kerzen zählen die Sonntage. Mit jeder wird es heller, weil das Licht von Weihnachten näher kommt.
Oft sind drei Kerzen violett und eine rosa. Die rosafarbene brennt am dritten Advent, dem Sonntag „Gaudete" („Freut euch"). An diesem Tag wird der Ton der Zeit etwas heiterer.
Weitere Bräuche im Advent
Der Adventskalender
Wie der Kranz zählt auch er die Tage. Die ersten Papierkalender kamen im frühen 20. Jahrhundert auf. Ein schönes Ritual: Jeden Tag ein Türchen öffnen und dazu einen kurzen Bibelvers oder ein Gebet lesen.
Barbarazweige am 4. Dezember
Am Gedenktag der heiligen Barbara schneidet man Zweige von Kirsche oder Forsythie und stellt sie in eine Vase. Blühen sie zu Weihnachten, gilt das als Zeichen von Glück und Leben. Ein einfacher Brauch, den Kinder mögen.
Nikolaus am 6. Dezember
Der Bischof Nikolaus von Myra ist als großer Helfer und Gabenbringer bekannt. Alles zu seiner Geschichte und zu kleinen Geschenken findest du in unserem Artikel Der heilige Nikolaus.
Rorate-Messen
In vielen Pfarreien gibt es im Advent frühmorgens Rorate-Gottesdienste bei Kerzenlicht. Der Name kommt vom Eröffnungsvers „Rorate caeli", „Tauet, ihr Himmel". Sie sind eine ruhige Gelegenheit, den Tag mit Stille zu beginnen.
Die Krippe wächst
In manchen Familien wird die Krippe schon im Advent aufgebaut, das Jesuskind aber erst an Heiligabend dazugelegt. So kommt die Erwartung in die Wohnung.
Advent im Alltag leben: fünf einfache Ideen
- Jeden Sonntag eine Kerze anzünden und ein kurzes Lied singen oder einen Satz vorlesen.
- Einen festen Platz für Stille schaffen, zum Beispiel zehn Minuten am Abend ohne Bildschirm.
- Etwas teilen: eine Spende, ein Besuch oder ein Brief an jemanden, der allein ist.
- Weihnachtsschmuck bewusst auswählen: Ein Anhänger mit Krippenmotiv am Fenster erzählt die Geschichte, ohne ein Wort zu sagen.
- Das Schenken ruhig angehen: Wer früh plant, hat im Dezember mehr Zeit.
Was die Kirche in den vier Wochen liest
Jeder Adventssonntag hat seinen Schwerpunkt. Am ersten Sonntag geht es ums Wachsein: „Seid wachsam", heißt es im Evangelium, denn niemand kennt den Tag der Ankunft. An den Sonntagen zwei und drei tritt Johannes der Täufer auf. Er ruft in der Wüste dazu auf, dem Herrn den Weg zu bereiten und umzukehren. Am vierten Sonntag rückt Maria in den Mittelpunkt, die Botschaft des Engels und ihr Ja. Wer die Zeit bewusst begehen möchte, kann diese Themen als Leitfaden nehmen: erst aufwachen, dann aufräumen, dann Freude zulassen und am Ende Vertrauen lernen.
Advent mit Kindern
Kinder erleben den Advent vor allem über Rituale. Das müssen keine aufwendigen Dinge sein:
- Eine feste Zeit am Abend, zu der die Kerze brennt und eine kurze Geschichte vorgelesen wird.
- Ein Stern oder Engel, der jede Woche einen Schritt weiter zur Krippe wandert.
- Gemeinsam Plätzchen backen und einige davon an Nachbarn verschenken.
- Einen Brief ans Christkind schreiben und darin auch etwas Dankbares erwähnen.
So lernen Kinder, dass die Wochen vor Weihnachten nicht nur aus Wünschen bestehen, sondern aus Warten, Teilen und Vorfreude.
Schmuck und Geschenke mit Advents-Bezug
Was zur Zeit gut passt, sind Anhänger aus Olivenholz mit Weihnachtsmotiven: Sie lassen sich an den Kranz, den Baum oder ans Fenster hängen und eignen sich als kleines Geschenk für die Adventsfeier.
- Olivenholzanhänger Heilige Familie (9,90 €, gesegnet)
- Anhänger Glocke mit Krippenszene (9,90 €, gesegnet)
- Anhänger Glocke Heilige Drei Könige (9,90 €)
- Olivenholzanhänger Engel (9,90 €, gesegnet)
Alle Motive findest du in der Kollektion Weihnachtsschmuck aus Olivenholz. Mehr Ideen für Weihnachten im Artikel Christliche Weihnachtsgeschenke: 20 Ideen mit Bedeutung. Viele unserer Artikel segnet ein katholischer Geistlicher in unserem Lager, ein Zertifikat mit Datum liegt bei. Der Versand ist in Deutschland kostenlos.
Häufige Fragen
Wann beginnt der Advent 2026?
Am Sonntag, dem 29. November 2026. Er endet mit dem Heiligabend am 24. Dezember.
Welche Farben haben die Adventskerzen?
Traditionell drei violette und eine rosafarbene Kerze. Die rosa Kerze brennt am dritten Advent. Es gibt aber auch rote oder weiße Kränze, das ist Geschmackssache.
Was bedeutet das Wort Advent?
Es kommt vom lateinischen „adventus" und heißt „Ankunft". Gemeint ist die Ankunft Jesu, sowohl in der Geburt als auch am Ende der Zeiten.
Seit wann gibt es den Adventskranz?
Der erste Adventskranz geht auf das Jahr 1839 zurück und wird dem Theologen Johann Hinrich Wichern in Hamburg zugeschrieben. Der Brauch verbreitete sich im 20. Jahrhundert.
Was ist der Unterschied zwischen Advent und Weihnachten?
Der Advent ist die Zeit der Vorbereitung und endet am 24. Dezember. Mit Heiligabend beginnt die Weihnachtszeit, die in der katholischen Kirche bis zum Fest der Taufe des Herrn dauert.
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