Matthäus war Zöllner, bevor Jesus ihn in seine Nachfolge rief. Er gilt als Verfasser des ersten Evangeliums, sein Symbol ist der Mensch beziehungsweise Engel. Er ist Patron der Bankleute und Steuerberater; sein Fest ist der 21. September.
Jede Figur wird in unserer Partnerwerkstatt in Gröden (Südtirol) von Hand geschnitzt – die Fertigung betreut Bildhauermeister Karl Demetz. Die Holzschnitzkunst hat im Grödnertal eine lange Tradition: Schon im 17. Jahrhundert war sie dort weit verbreitet. Jedes Stück ist ein Unikat: Maserung, Schnitzspuren und Bemalung fallen immer ein wenig anders aus.
- Material: Holz aus dem Grödnertal – überwiegend Linde, je nach Größe auch Ahorn oder Zirbe
- Höhen: 12, 20, 30, 40, 60, 80 cm
- Ausführungen: Natur, Mehrfarbig gebeizt, Handbemalt, Echtgold
- Lieferzeit: ca. 3–4 Wochen, versicherter Versand direkt aus der Werkstatt in Südtirol nach Deutschland und Österreich (6,90 €)
- Rückgabe: 14 Tage gesetzliches Widerrufsrecht
Die Ausführungen im Überblick – Natur: fein geschliffenes, unbehandeltes Holz. Mehrfarbig gebeizt: drei Beiztöne mit Wachs, je nach Motiv mit Gold- oder Silberakzenten an Details und Gewandsäumen. Handbemalt: mit Ölfarben bemalt, mit Blattgold- und Blattsilber-Details verziert und mit Lack fixiert. Echtgold: mit echtem Blattgold vergoldet und anschließend bemalt.
Ein Geschenk zum Namenstag von Matthias oder Matthäus, für Menschen im Finanzwesen oder als Teil einer Evangelistengruppe. Entdecke weitere handgeschnitzte Heiligenfiguren aus Südtirol.
Motiv & Bedeutung
Der Hl. Matthäus zählt zu den vier Evangelisten und nimmt innerhalb der christlichen Überlieferung eine besondere Stellung ein. Als Verfasser des Matthäusevangeliums gilt er als Vermittler zwischen dem Alten und dem Neuen Bund und richtet seine Verkündigung besonders an eine jüdisch geprägte Leserschaft. In der religiösen Kunst wird er daher häufig als Gelehrter und Schreiber dargestellt, der das Wort Gottes mit Bedacht und innerer Sammlung festhält.
Die hier gezeigte Darstellung greift diese Tradition auf. Matthäus ist in ruhiger Haltung dargestellt, das Buch des Evangeliums geöffnet vor sich, die Schreibfeder als klares Attribut seines Wirkens. Sein konzentrierter Blick und der fein ausgearbeitete Gesichtsausdruck verleihen der Figur eine stille Tiefe und laden zur Betrachtung ein. Der kleine Engelskopf am Sockel verweist auf das ihm zugeordnete Evangelistensymbol, das für Inspiration und göttliche Eingebung steht.
Als Sinnbild für Verkündigung, Glaubenstreue und geistige Wachsamkeit eignet sich der Hl. Matthäus besonders für Orte des Gebets und der Meditation. In Hausaltären, Andachtsräumen, Kirchen oder Kapellen erinnert die Figur an die Bedeutung des Wortes Gottes und an die Verantwortung, dieses im Alltag weiterzutragen. Auch im privaten Wohnraum kann sie als ruhiger geistlicher Bezugspunkt dienen.
Der Hl. Matthäus ist zudem ein passendes Geschenk zu religiösen Lebensstationen. Zu Taufe, Erstkommunion, Firmung oder Konfirmation steht er für den Beginn eines bewussten Glaubensweges. Als Gabe zu kirchlichen Jubiläen, Priesterweihen oder als Dank- und Schutzgabe verbindet die Figur spirituelle Aussagekraft mit bleibendem handwerklichem Wert.
Verarbeitung, Herkunft & Besonderheiten
Die Figur des Hl. Matthäus entsteht in einem traditionsreichen Holzschnitzprozess im Grödnertal in Südtirol. Jede Arbeit beginnt mit der sorgfältigen Auswahl des Holzes, das abhängig von Größe und Serie überwiegend aus Linde besteht, vereinzelt auch aus Zirbe oder Ahorn. Nach einer kontrollierten Trocknung wird das Holz zugeschnitten und in mehreren Arbeitsschritten vollständig von Hand geschnitzt. Zunächst entstehen die groben Formen, anschließend werden Gesicht, Hände, Gewandfalten und symbolische Details wie Buch und Engelskopf präzise ausgearbeitet.
Nach dem Schnitzen folgt das Schleifen, das die Oberfläche glättet und die feinen Übergänge betont. Je nach gewählter Ausführung schließt sich eine weitere handwerkliche Veredelung an. Naturbelassene Figuren bleiben geschliffen und zeigen die lebendige Maserung des Holzes. Gebeizte Fassungen unterstreichen die plastische Tiefe der Schnitzarbeit, während mehrfarbig gebeizte Varianten Kontraste im Gewandaufbau schaffen. Farbige Ausführungen werden von Hand mit Ölfarben gefasst und heben Gesicht, Buch und Gewand differenziert hervor.
Besonders aufwendig sind die vergoldeten Varianten. Für echtgold- und echtgold-antik-Ausführungen wird die Figur zunächst mit einer Gesso-Grundierung versehen. Darauf wird Blattgold von Hand aufgetragen. Die echtgold-antik-Fassung erhält durch gezielte Bearbeitung eine feine Craquelé-Struktur, die der Figur eine historisch anmutende, sakrale Ausstrahlung verleiht. Abschließend sorgt eine Schutzversiegelung für die notwendige Widerstandsfähigkeit der Oberfläche.
Jede Figur durchläuft eine strenge Endkontrolle, bei der Proportionen, Oberflächenqualität und handwerkliche Details geprüft werden. Je nach Serie kann die Figur ein Val-Gardena-Qualitätslabel tragen, das die Herkunft aus dem Grödnertal bestätigt. Unabhängig davon steht jede Ausführung für sorgfältige Handarbeit und eine gewachsene Schnitztradition, die religiöse Symbolik, künstlerischen Anspruch und handwerkliche Beständigkeit miteinander verbindet.