Johannes Nepomuk wurde 1393 in Prag in die Moldau gestürzt, weil er der Überlieferung nach das Beichtgeheimnis nicht brechen wollte. Er ist Brückenheiliger und Patron der Verschwiegenheit; sein Gedenktag ist der 16. Mai.
Jede Figur wird in unserer Partnerwerkstatt in Gröden (Südtirol) von Hand geschnitzt. Die Holzschnitzkunst hat im Grödnertal eine lange Tradition: Schon im 17. Jahrhundert war sie dort weit verbreitet. Jedes Stück ist ein Unikat: Maserung, Schnitzspuren und Bemalung fallen immer ein wenig anders aus.
- Material: Holz aus dem Grödnertal – überwiegend Linde, je nach Größe auch Ahorn oder Zirbe
- Höhen: 12, 20, 30, 36, 40, 60, 80 cm
- Ausführungen: Natur, Mehrfarbig gebeizt, Handbemalt
- Lieferzeit: ca. 3–4 Wochen, versicherter Versand direkt aus der Werkstatt in Südtirol nach Deutschland und Österreich (6,90 €)
- Rückgabe: 14 Tage gesetzliches Widerrufsrecht
Die Ausführungen im Überblick – Natur: fein geschliffenes, unbehandeltes Holz. Mehrfarbig gebeizt: drei Beiztöne mit Wachs, je nach Motiv mit Gold- oder Silberakzenten an Details und Gewandsäumen. Handbemalt: mit Ölfarben bemalt, mit Blattgold- und Blattsilber-Details verziert und mit Lack fixiert.
Ein Geschenk zum Namenstag, für Seelsorger oder für Häuser am Wasser und an Brücken. Entdecke weitere handgeschnitzte Heiligenfiguren aus Südtirol.
Motiv & Bedeutung
Die Darstellung des Hl. Johannes von Nepomuk gehört zu den klassischen Motiven der christlichen Kunst und steht für Loyalität, Gewissenstreue und Schutz. Als Märtyrer des Beichtgeheimnisses wird er seit Jahrhunderten verehrt. Die Figur zeigt ihn mit Kreuz und Buch – zwei zentrale Attribute, die seine Rolle als Prediger und Seelsorger hervorheben. Sein leicht geneigter Blick und die ruhige Haltung vermitteln eine stille, innere Sammlung, die dem Betrachter augenblicklich eine kontemplative Atmosphäre eröffnet.
Im privaten Wohnraum kann die Figur ein stilles Zeichen des Vertrauens sein, besonders für Menschen, die eine beständige geistliche Begleitung suchen. In Andachtsräumen, Kapellen oder Kirchen dient sie als traditionelles Symbol für Schutz und Fürbitte. Viele verbinden den Heiligen zudem mit Reisen und Brücken, was ihn auch heute noch zu einem beliebten Begleiter macht. Die sorgfältige Gestaltung der Figur verstärkt diese Bedeutung: die fließenden Gewandlinien, die ruhige Haltung der Hände und das harmonische Zusammenspiel von Gesichtsausdruck und Attributen verleihen dem Motiv Tiefe und zeitlose Gültigkeit.
Auch als Geschenk entfaltet die Figur eine starke Wirkung. Zu Anlässen wie Kommunion, Firmung, Priesterweihe, Jubiläen oder als Dank- und Schutzgabe vermittelt sie Wertschätzung und Verbundenheit. Wer traditionelle religiöse Kunst schätzt, findet in dieser Darstellung einen Ausdruck von Beständigkeit und geistlicher Nähe.
Verarbeitung, Herkunft & Besonderheiten
Die Figur entsteht vollständig in der traditionellen Holzschnitzkunst des Grödnertals in Südtirol, einem Gebiet, das seit Jahrhunderten für seine fein gearbeiteten religiösen Darstellungen bekannt ist. Jeder Arbeitsschritt wird in Handarbeit ausgeführt: vom behutsamen Zuschneiden des ausgewählten Lindenholzes über den Rohschnitt, der die Grundform präzise vorgibt, bis hin zum Feinschnitt, in dem Gesichtszüge, Hände, Faltenwurf und Ornamente sorgfältig herausgearbeitet werden. Diese handwerkliche Tiefe ist an der Ausstrahlung der Figur klar erkennbar: Die Konturen wirken weich und dennoch klar definiert, die Übergänge harmonisch, die Details fein modelliert.
Nach dem Schnitzprozess folgen Schliff und, je nach gewählter Ausführung, Grundierung und Bemalung. Bei farbigen Varianten kommen traditionelle Ölfarben zum Einsatz, die warme, ausgewogene Nuancen erzeugen und den Charakter des Holzes bewahren. Gehobene Ausführungen können feine Vergoldungen enthalten, die mit Blattgold aufgebracht und anschließend geschützt werden. Die mehrfarbig gebeizten Varianten zeigen ein abgestuftes Tonspiel, das die Struktur und Tiefe des Holzes hervorhebt, während naturbelassene Figuren die reine Maserung und handgeschnitzte Form betonen.
Die Endkontrolle erfolgt stets einzeln und prüft sowohl die handwerkliche Präzision als auch die ästhetische Harmonie der Darstellung. Jede Figur besitzt leichte Unterschiede in Maserung und Nuancierung, wodurch ein natürlicher Unikatcharakter entsteht. Je nach Serie kann die Figur ein Val-Gardena-Qualitätssiegel tragen, das für traditionelle und hochwertige Schnitzkunst aus dem Grödnertal steht.
Diese Kombination aus sorgfältiger Materialauswahl, erfahrener Handarbeit, klassischen Veredelungen und kontrollierter Fertigung macht die Figur des Hl. Johannes von Nepomuk zu einem kunsthandwerklichen Objekt mit besonderer Wertigkeit.