Verarbeitung, Herkunft & Besonderheiten
Die Figur des Hl. Johannes wird nach traditioneller Holzbildhauerkunst im Grödnertal in Südtirol gefertigt. Jeder Arbeitsschritt erfolgt vollständig in Handarbeit, von der Auswahl und Trocknung des Holzes über den Roh- und Feinschnitt bis hin zur abschließenden Oberflächenveredelung. Die künstlerische Leitung liegt bei Bildhauermeister Karl Demetz. Die gesamte Produktion findet zu 100 Prozent in Gröden statt und folgt den überlieferten Techniken der regionalen Schnitzkunst.
Als Material wird überwiegend Linde verwendet, da dieses Holz eine gleichmäßige Struktur besitzt und besonders feine Details ermöglicht. Gesichtszüge, Hände, Gewandfalten und der Adler als Evangelistensymbol werden präzise ausgearbeitet. Bei größeren Figuren können verleimte Holzblöcke eingesetzt werden, um Spannungen im Holz zu reduzieren und eine dauerhafte Formstabilität zu gewährleisten.
Die verschiedenen Ausführungen verleihen der Figur jeweils eine eigene Wirkung. Natur belassene Varianten heben die reine Schnitzarbeit und die Maserung des Holzes hervor. Gebeizte und mehrfarbig gebeizte Fassungen wirken ruhiger und harmonisch abgestimmt. Farbig handbemalte Ausführungen erhalten ihre Tiefe durch sorgfältig aufgetragene Ölfarben. Bei echtgoldenen und echtgold antiken Fassungen wird zunächst eine Gesso-Grundierung aufgetragen, auf der anschließend Blattgold verarbeitet wird. Die antike Vergoldung zeichnet sich durch ein bewusst erzeugtes Craquelé aus, das der Oberfläche eine traditionsreiche Anmutung verleiht.
Vor der Auslieferung durchläuft jede Figur eine sorgfältige Endkontrolle, bei der Proportionen, Details und Oberflächenqualität geprüft werden. Je nach Serie und Ausführung kann die Figur ein Val-Gardena-Qualitätslabel tragen, das die Herkunft aus dem Grödnertal bestätigt. Als Naturprodukt ist jede Holzfigur ein Unikat, das sich in Maserung, Farbton und Detailwirkung leicht von anderen Exemplaren unterscheidet.