Verarbeitung, Herkunft & Besonderheiten
Die Herstellung der Figur erfolgt in einem traditionsreichen Holzschnitzereiumfeld im Grödnertal, einem Ort, der seit Jahrhunderten für feinste sakrale Holzkunst bekannt ist. Jede Darstellung des Hl. Andreas entsteht in reiner Handarbeit: Nach der sorgfältigen Auswahl des Holzes wird es über einen längeren Zeitraum getrocknet, um Spannungen zu minimieren und die feine Bearbeitung zu ermöglichen. Der Rohschnitt gibt die grundlegenden Proportionen vor, während der Feinschnitt die charakteristischen Details wie Faltenwurf, Gesichtsausdruck und die markante Struktur des Andreaskreuzes hervorarbeitet. Dieser Prozess erfordert nicht nur technische Präzision, sondern auch künstlerische Erfahrung, die sich in jeder Linie der Figur widerspiegelt.
Für kleinere bis mittlere Größen wird überwiegend Linde verwendet, da dieses Holz besonders feine Schnitte und weiche Übergänge zulässt. Bei größeren Figuren können verleimte Blöcke eingesetzt werden, um langfristige Formstabilität sicherzustellen. Nach dem Schnitzprozess folgt ein sorgfältiges Schleifen, das die Oberfläche für die nachfolgende Fassung vorbereitet. Je nach gewünschter Ausführung wird die Figur entweder natur belassen, gebeizt, mehrfarbig gebeizt, farbig handbemalt oder mit Blattgold veredelt. Die farbige Ausführung kombiniert traditionelle Tönungen mit Ölmaltechniken, die den Gewändern Tiefe und Plastizität verleihen.
Besonders anspruchsvoll ist die Vergoldung: Bei der Echtgold-Variante wird feines Blattgold auf eine vorbereitete Oberfläche aufgetragen und behutsam fixiert, um einen warmen, glänzenden Schimmer zu erzeugen. Die Ausführung in Echtgold Antik geht noch einen Schritt weiter. Hier wird eine Gesso-Schicht als Untergrund verwendet, in die das Blattgold eingebettet wird. Durch gezielte Bearbeitung entsteht eine charakteristische Patina mit feinen Craquelé-Strukturen, die der Figur den Eindruck historischer Sakralkunst verleiht. Je nach Serie kann die Figur ein Val-Gardena-Qualitätssiegel tragen, das die Herkunft aus dem Grödnertal bestätigt.
Die Verbindung aus traditionellem Handwerk, hochwertigen Materialien und der Vielfalt der Finishes macht jede Figur des Hl. Andreas zu einem unverwechselbaren Einzelstück. Kleine Unterschiede in Maserung, Farbton und Detailakzenten unterstreichen den Unikatcharakter und gehören zu den besonderen Merkmalen echter Handarbeit. So erhält jede Figur ihren eigenen Ausdruck und fügt sich harmonisch in sakrale wie private Räume ein.