Diese Figur der heiligen Elisabeth ist dem Stil Tilman Riemenschneiders nachempfunden. Elisabeth von Thüringen setzte sich für Arme und Kranke ein und ist Patronin der Caritas; ihr Gedenktag ist der 19. November.
Jede Figur wird in unserer Partnerwerkstatt in Gröden (Südtirol) von Hand geschnitzt. Die Holzschnitzkunst hat im Grödnertal eine lange Tradition: Schon im 17. Jahrhundert war sie dort weit verbreitet. Jedes Stück ist ein Unikat: Maserung, Schnitzspuren und Bemalung fallen immer ein wenig anders aus.
- Material: Holz aus dem Grödnertal – überwiegend Linde, je nach Größe auch Ahorn oder Zirbe
- Höhen: 60, 80, 100 cm
- Ausführungen: Handbemalt, Echtgold antik
- Lieferzeit: ca. 3–4 Wochen, versicherter Versand direkt aus der Werkstatt in Südtirol nach Deutschland und Österreich (6,90 €)
- Rückgabe: 14 Tage gesetzliches Widerrufsrecht
Die Ausführungen im Überblick – Handbemalt: mit Ölfarben bemalt, mit Blattgold- und Blattsilber-Details verziert und mit Lack fixiert. Echtgold antik: feine Craquelé-Oberfläche, Vergoldung mit echtem Blattgold und Bemalung – wirkt wie ein altes Original.
Eine repräsentative Figur für Kirche, Kapelle oder Pflegeeinrichtung und ein Geschenk zum Namenstag. Entdecke weitere handgeschnitzte Figuren heiliger Frauen aus Südtirol.
Motiv & Bedeutung
Die Hl. Elisabeth gehört zu den bekanntesten Gestalten christlicher Barmherzigkeit. Ihre Lebensgeschichte ist geprägt von Nächstenliebe, Fürsorge und einem tiefen Sinn für Gerechtigkeit. Die Darstellung im Riemenschneider-Stil greift diese Werte in einer besonders stillen, kontemplativen Form auf: Die geneigte Kopfhaltung und der weiche Gesichtsausdruck vermitteln Mitgefühl und innere Sammlung. Brot und Kanne in ihren Händen stehen für die unmittelbare Sorge um Bedürftige und für die Bereitschaft, das eigene Leben in den Dienst anderer zu stellen.
In sakralen Räumen wie Kirchen und Kapellen wird die Hl. Elisabeth häufig als Vorbild gelebter Nächstenliebe verehrt. Die anmutige Spätgotik-Interpretation macht die Figur nicht nur zu einem religiösen Symbol, sondern auch zu einem kunsthistorischen Verweis auf eine Epoche, in der spirituelle Tiefe und handwerkliche Raffinesse eng miteinander verbunden waren. Die ruhige, fein strukturierte Komposition der Figur unterstreicht diesen Charakter und lädt Betrachter dazu ein, Momente stiller Betrachtung zu finden.
Auch im privaten Wohnraum entfaltet die Figur eine warme, inspirierende Wirkung. Sie verweist auf menschliche Werte wie Mitgefühl, Mildtätigkeit und Großzügigkeit und eignet sich daher besonders für Menschen, die eine persönliche Verbindung zu diesen Themen oder zur Namenspatronin besitzen. Durch die Kombination aus floralen, ikonografischen und historisch inspirierten Elementen verbindet die Figur religiöse Bedeutung mit ästhetischer Tiefe und zeitloser Schönheit.
Verarbeitung, Herkunft & Besonderheiten
Die Figur der Hl. Elisabeth Riemenschneider wird vollständig in traditioneller Handarbeit im Grödnertal gefertigt, einem Zentrum der sakralen Holzschnitzkunst mit jahrhundertelanger Geschichte. Für die feine Ausarbeitung von Gesicht, Händen und Gewandfalten wird vorrangig Linde verwendet. Dieses Holz besitzt eine gleichmäßige Struktur und erlaubt die präzise Modellierung der spätgotisch inspirierten Details, die an die expressive Formensprache Riemenschneiders erinnern. Je nach Serie können auch Zirbelkiefer oder Ahorn eingesetzt werden, wenn eine markantere Maserung oder eine bestimmte Oberflächenwirkung gewünscht ist.
Nach der Auswahl des Holzes erfolgt der Zuschnitt, gefolgt vom Rohschnitt, bei dem die Grundlinien der Figur entstehen. Im Feinschnitt werden die charakteristischen Elemente der Elisabeth-Figur sorgfältig herausgearbeitet: die tief gefalteten Gewänder, die ruhige Kopfhaltung, das fein geformte Gesicht sowie die filigrane Darstellung von Brot und Kanne. Diese Phase erfordert viel Erfahrung und ein sicheres Gespür für Proportion und Linienführung, da gerade spätgotisch inspirierte Figuren eine besondere Harmonie zwischen Ausdruck und Gewandplastik verlangen. Anschließend wird die Oberfläche geglättet und auf die Fassung vorbereitet.
Die verschiedenen Ausführungen verleihen der Figur unterschiedliche Wirkungen. Naturbelassene Varianten betonen die Maserung und den Schnitzrhythmus. Gebeizte oder mehrfarbig gebeizte Fassungen bringen Tiefe in die Faltenmodelle. Die farbig bemalte Ausführung, wie auf den Bildern sichtbar, nutzt traditionelle Farbaufträge in mehreren Schichten, um Schattierungen, Lichtpunkte und Goldakzente harmonisch zu verbinden. Serien in Echtgold oder Echtgold antik erhalten zusätzlich eine Gesso-Grundierung, auf die Blattgold appliziert wird; die antike Version wird leicht patiniert und wirkt besonders edel.
Abschließend erfolgt eine strenge Endkontrolle, bei der Ausdruck, Proportionen und Oberflächenqualität überprüft werden. Je nach Serie kann die Figur das Val-Gardena-Qualitätslabel tragen, das die echte Herkunft und traditionelle Fertigung bestätigt. Da jede Figur aus Naturholz besteht, variiert die Maserung leicht, und es können feine Unterschiede in Farbton und Struktur auftreten. Diese Merkmale machen jede Hl.-Elisabeth-Figur zu einem unverwechselbaren Unikat.