Firmung: Bedeutung, Ablauf und Geschenkideen

Olivenholz-Anhänger mit Taube als Zeichen des Heiligen Geistes und Kreuzkette mit Taube

Die Firmung ist für viele Jugendliche der erste große Glaubensschritt, den sie selbst entscheiden. Eltern, Paten und Großeltern fragen sich dann: Was passiert da eigentlich genau, wie läuft der Tag ab, und was schenkt man zur Firmung? In diesem Ratgeber findest du die Antworten, kurz und verständlich.

Was bedeutet die Firmung?

Die Firmung ist eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche. Zusammen mit Taufe und Eucharistie gehört sie zu den drei Sakramenten der Eingliederung in die Kirche. Das Wort kommt vom lateinischen „confirmatio“, Bestärkung. In der Firmung bestätigt der junge Mensch sein Ja zum Glauben, das bei der Taufe meist die Eltern und Paten für ihn gesprochen haben. Die Kirche glaubt, dass er dabei in besonderer Weise den Heiligen Geist empfängt, als Kraft für das eigene Leben aus dem Glauben.

Die Bibel erzählt, wie die Apostel an Pfingsten den Heiligen Geist empfingen (Apg 2). Daran knüpft die Firmung an. Deshalb ist ihr Zeichen die Taube.

Die sieben Gaben des Heiligen Geistes

In der Firmung bittet der Bischof um die sieben Gaben des Heiligen Geistes. Sie gehen auf eine Stelle beim Propheten Jesaja zurück (Jes 11,2):

  • Weisheit
  • Einsicht
  • Rat
  • Stärke
  • Erkenntnis
  • Frömmigkeit
  • Gottesfurcht

Viele Firmgruppen beschäftigen sich in der Vorbereitung mit diesen Gaben und fragen: Welche davon brauche ich gerade am meisten?

Wann und in welchem Alter wird gefirmt?

In Deutschland werden Jugendliche meist zwischen 12 und 17 Jahren gefirmt, je nach Bistum und Pfarrei. Die Firmung findet nicht jedes Jahr in jeder Gemeinde statt, weil der Bischof oder ein von ihm beauftragter Priester dazu anreist. Den genauen Termin erfährst du im Pfarrbüro. Vor der Firmung gibt es eine Vorbereitungszeit von einigen Wochen oder Monaten mit Gruppenstunden, Gottesdiensten und oft einem Wochenende oder einem sozialen Projekt.

In der evangelischen Kirche entspricht der Firmung in etwa die Konfirmation. Sie ist dort aber kein Sakrament.

So läuft der Firmgottesdienst ab

  1. Erneuerung des Taufversprechens: Die Firmlinge sagen selbst Ja zum Glauben.
  2. Ausbreitung der Hände: Der Firmspender breitet die Hände über alle Firmlinge aus und betet um den Heiligen Geist.
  3. Salbung mit Chrisam: Jeder Firmling tritt einzeln vor, der Pate oder die Patin legt die rechte Hand auf seine Schulter. Der Bischof zeichnet mit dem geweihten Öl, dem Chrisam, ein Kreuz auf die Stirn und spricht: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Der Firmling antwortet: „Amen.“
  4. Friedensgruß: Der Bischof wünscht dem Firmling den Frieden.

Danach geht der Gottesdienst wie eine normale Messe weiter. Im Anschluss feiern viele Familien zu Hause oder im Restaurant.

Firmpate oder Firmpatin: wer darf das sein?

Der Firmpate begleitet den Jugendlichen durch die Firmung und darüber hinaus. Nach den Regeln der katholischen Kirche soll er mindestens 16 Jahre alt, katholisch und selbst gefirmt sein. Eltern dürfen nicht Firmpaten ihres eigenen Kindes sein. Oft übernimmt der Taufpate auch die Firmpatenschaft, das ist ausdrücklich erwünscht. Im Zweifel hilft das Pfarrbüro.

Geschenkideen zur Firmung

Ein gutes Firmgeschenk passt zu einem jungen Menschen, der gerade erwachsen wird. Es darf schlicht sein und soll lange halten. Ein paar Ideen aus unserem Sortiment:

Zeichen des Heiligen Geistes

Die Taube ist das Symbol der Firmung. Die Halskette mit Taube aus Olivenholz zeigt eine runde Taube mit Aussparung, die Kreuzkette mit Taube verbindet Kreuz und Heiligen Geist und ist gesegnet.

Schmuck für jeden Tag

Viele Jugendliche tragen lieber etwas Unauffälliges. Gut passen das Armband mit Holzkreuz aus Paracord, die Vaterunser-Kreuzkette aus Edelstahl am Lederband oder das Lavastein-Armband mit Benediktus-Kruzifix.

Etwas für das eigene Zimmer

Ein Kreuz für die erste eigene Wohnung oder das Jugendzimmer begleitet viele Jahre. Schön ist zum Beispiel das Glaskreuz mit goldener Taube. Weitere Ideen findest du in der Kollektion Geschenke zu Kommunion und Firmung.

Ein Rosenkranz zum Ausprobieren

Für junge Menschen, die ihren Glauben vertiefen wollen, ist ein Rosenkranz ein persönliches Geschenk. Wie das Gebet geht, erklären wir in Rosenkranz beten: Anleitung und Geheimnisse.

Viele Paten kombinieren ein solches Zeichen mit einem Geldgeschenk und einer Karte mit persönlichen Worten. Gerade die Karte wird oft lange aufbewahrt.

Für Firmgruppen und Gemeinden

Du suchst ein gemeinsames Geschenk für die ganze Firmgruppe? Für Gemeinden, Schulen und Gruppen gibt es eine Mengenstaffel auf die Gesamtmenge der Bestellung, frei kombinierbar: ab 10 Stück 10 %, ab 25 Stück 15 %, ab 50 Stück 20 % (gilt nicht für Holzfiguren der Meisterwerkstatt). Das Angebot erstellen wir auf Anfrage, mehr dazu auf unserer Seite Mengenrabatt.

Was schreibe ich in die Firmkarte?

Persönliche Worte bedeuten Jugendlichen oft mehr, als man denkt. Erzähl, was du an deinem Patenkind schätzt, und wünsche ihm Kraft für den eigenen Weg. Drei Beispiele zum Übernehmen oder Abwandeln:

  • „Zu deiner Firmung wünsche ich dir Mut, deinen eigenen Weg zu gehen, und die Gewissheit, dass Gott ihn mit dir geht.“
  • „Möge der Heilige Geist dir Weisheit und Stärke schenken, heute und in allem, was kommt.“
  • „Ich bin stolz auf dich und freue mich, dich auf diesem Weg begleiten zu dürfen.“

Häufige Fragen

Was ist die Firmung einfach erklärt?

Die Firmung ist ein Sakrament, in dem junge Menschen ihr Ja zum Glauben bekräftigen. Der Bischof salbt sie mit Chrisam und bittet um den Heiligen Geist.

In welchem Alter wird man gefirmt?

In Deutschland meist zwischen 12 und 17 Jahren. Das genaue Alter legt das Bistum oder die Pfarrei fest.

Wer kann Firmpate werden?

Eine katholische, gefirmte Person, die mindestens 16 Jahre alt ist. Die Eltern des Firmlings können nicht Firmpaten sein.

Was schenkt man zur Firmung?

Beliebt sind Zeichen des Glaubens, die Jugendliche gern tragen oder aufstellen: eine Kette mit Taube, ein Armband mit Kreuz, ein Kreuz für das eigene Zimmer, oft zusammen mit einer persönlichen Karte.

Was bedeutet die Taube bei der Firmung?

Die Taube ist das Zeichen des Heiligen Geistes. Bei der Taufe Jesu im Jordan kam der Geist nach dem Bericht der Evangelien wie eine Taube auf ihn herab.

Geschrieben von Denis & Belinda. Wir führen LUNEXUS und beantworten deine Fragen gern persönlich unter 030 2178 2502 oder hallo@lunexus.world.

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